Am frühen Abend, wenn das Licht
Rouge auflegt, ein leichter Wein
und frischgepflückte Aprikosen
Den Ozean betrachten, schlicht
genießen, endlich fähig sein,
aller Ängste und Neurosen
wie welke Nelken hinter sich
zu lassen. Etwas ist geschafft,
immerhin, ein wenig, nicht
genug, das nie. Kein Königreich.
Was kommt, ist kalt und skizzenhaft,
wie hingetuscht, amorph und weich.
Helmut Krausser: Auf weißen Wüsten - Die besten Gedichte, München 2009.
(via walter-benjamin-bluemchen)
(Quelle: animarson, via kristinberlin)
Der Winter kühlt aus.
Kaum Ton.
Wir zittern durch die Nacht.
Nur Dämmern noch wo Sonne war:
So fremd. So dumpf. So alt.
Doch Wunden vernarben
genau jetzt.
Jetzt zweifeln wir an nichts.
Jetzt riecht hier alles so vorbei,
schmeckt so erfror’n. Und tot.
aus “Dezemberton/So frieren wir uns alt” erschienen in “mit lässigem Gefunkel” lesbar auf kindle, iphone, ipad, android oder PC
Foto: Johannes Steinberg
Weise sind verirrt
Frieden bleibt nur Illusion
wir sind gut beheizt
~
auch heute fühlen
sich Menschen allein egal wie
oft ich an sie denk’
aus “Weihnachten”
erschienen in “mit lässigem Gefunkel” von Johannes Steinberg
*Ein literarischer Adventskalender aus 24 Gedichten*
Dies alles ist bereits erlebt worden,
vor Tag und Jahr
oder Jahrhundert.
Gleich gibt’s Essen.
aus “auch du”
erschienen in “mit lässigem Gefunkel” von Johannes Steinberg
*Ein literarischer Adventskalender aus 24 Gedichten*
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(via home-for-the-holidays)
wenn du stundenlang starrst
auf den glühenden Baum
und die Träne in Kopfschmerzen steckt
aus “letztes Fest”
erschienen in “mit lässigem Gefunkel” von Johannes Steinberg
*Ein literarischer Adventskalender aus 24 Gedichten*
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(via christmaseve)
die neuen Filme, alten Lieder
schmecken nach Zucker im Altpapier
und bringen kleine Wunder wieder
nicht da, nicht dort und auch nicht hier
aus “es ist was es nicht ist”
erschienen in “mit lässigem Gefunkel” von Johannes Steinberg
*Ein literarischer Adventskalender aus 24 Gedichten*
drinnen
ein Saisonidyll
aus Tannenzweigen
nach meiner Zeitrechnung
erst Sommer
nur die Kälte stört
aus “die Definition von Alleinsein”
erschienen in “mit lässigem Gefunkel” von Johannes Steinberg
*Ein literarischer Adventskalender aus 24 Gedichten*
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(via christmascheerishere)
Das Grau übernimmt.
Wird bitter.
Haut wie das Licht so dünn.
Der Himmel immer tiefer sinkt.
So gleich ein jeder Tag.
aus “Dezemberton/So frieren wir uns alt”
erschienen in “mit lässigem Gefunkel” von Johannes Steinberg
*Ein literarischer Adventskalender aus 24 Gedichten*
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(via frausarah)
virus im keramikherz
höre, dass du lebst
aus “ungekaut”
erschienen in “mit lässigem Gefunkel” von Johannes Steinberg
*Ein literarischer Adventskalender aus 24 Gedichten*
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(via cozy-and-cold)
Die Heizung summt
ich werde alt
aus “mitten im Regen”
erschienen in “mit lässigem Gefunkel” von Johannes Steinberg
*Ein literarischer Adventskalender aus 24 Gedichten*
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Frost. by ifellintofire on Flickr.
(Quelle: , via wandering-winter)




